Drop-Out im Kinder- und Jugendsport beschreibt den vorzeitigen, nämlich vor dem Erreichen der sportlichen Leistungsgrenze erfolgten Abbruch der sportlichen Karriere. Intrinsisch motivierte Kinder und Jugendliche bleiben eher dabei, als extrinsisch Motivierte (vgl. Munzert 2003, S. 154). In meinem ersten Artikel „Zeit zu verlieren um Zeit zu gewinnen!“ erwähnte ich bereits den Begriff des Drop-Outs. Nun möchte ich aufklären was hinter dem Begriff steht und wie es in Zusammenhang mit dem Wettkampfsystem Kinderleichtathletik steht.
Gründe für Drop-Out
Kinder und Jugendliche, die das Training und den Wettkampf eintönig, wenig anregend, fremdbestimmt und wenig gelingend erleben, scheiden früh aus dem Leistungssport aus, auch wenn sie sportlichen Erfolg haben. Gründe für den frühzeitigen Karriereabbruch liegen meist auf der psychischen Seite. Fehlende oder nicht adäquate Motivation führen zum Drop-Out (vgl. Emrich & Güllich, 2008, S. 424). Der Kinderleistungssport ist nicht aus pädagogischen Gründen entwickelt worden, sondern hat vielmehr eine systemstabilisierende Funktion für Vereine und Sportverbände. Die Drop-Out Problematik ist demzufolge systembedingt und stellt ein Versagen der pädagogischen Aufgabenerfüllung der Institution Leistungssport dar (vgl. Kim, 1995, S. 2).